modulated works:
ist ein "Work in Progress" - Projekt auf der Suche nach neuen Klangräumen, kybernetischen Synergien - eine erneute Abgrenzung der Ausdrucksmöglichkeiten von Instrument und Elektronik. Georg Janker erweitert das ohnehin große Klangspektrum des Kontrabasses durch Verbindung mit einem virtuellen analogen Synthesizer, der sehr unterschiedliche neue Elemente mit einbringt: Frequenzanalyse, Sequenzer-Rhythmen, Zufallsgeneratoren, Ringmodulation, etc.

Georg Janker bringt seinen Kontrabass und die rote (mit dem Laptop programmierbare) Wunderkiste mit und wird unerhörte Klangbilder erzeugen. Vielleicht wird es eine Zeitreise in die 70er Jahre, in denen diese Elektroniken noch handgreiflich verkabelt wurden. Seit circa 8 Jahren werden diese Techniken von Künstlern wieder aufgegriffen und mit neuen Ideen, Konzepten und Musikformen verbunden. Die Konzerte von Modulated Works - Reihe sind hochexperimentell und in Kommunikation mit verschiedenen Musikern z. B.
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Gunnar Geisse |
Klaus Schedl |
Ulrich Bassenge |
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Foto: Inge Vogt |
Foto: Rainer Hofmann |
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e-gitarre, laptop |
saxofone |
turntables |
city - scanning |
Steel Guitar, electronics |
Hier eine Kritik vom Musica Prima Konzert mit Gunnar:
Musica Prima die Letzte:
(Mike Reisinger 02.05.2005)
Am 1. Mai 2005 fand im Leeren Beutel in Regensburg das letzte Konzert der Musica Prima Reihe statt. An insgesamt sechs Spielabenden trafen sich im Laufe des letzten Jahres improvisierende Musiker, um ohne vorherige Proben aus dem Augenblick heraus Musik zu schaffen.
Das Konzert vom 1. Mai war ein Highlight dieser Reihe. Die beiden Spieler: Georg Janker und Gunnar Geisse liessen das Publikum keinen Augenblick im Zweifel darüber, daß jeder Ton, jedes Geräusch absolut aus dem Moment heraus entstand. Janker (Bass und Elektronik) und Geisse (Egitarre und Elektronik) drängten mit ihren ungewöhnlichen Klängen . so energisch voran, dass selbst Besuchern mit viel Hörerfahrung in neuer Musik die Begriffe entglitten. Ich sass irgendwann - Zeit ist in solchen Hörsituationen nicht mehr messbar - einfach auf meinem Plastikstuhl im Auditorium und liess die Dinge passieren, ohne sie zu kommentieren. Diese Haltung schien mir die einzige Möglichkeit, der Musik gerecht werden zu können.
Und wirklich: in den nach aussenhin verschrobenen, kantigen Klängen, offenbarte sich plötzlich eine zerbrechliche Lyrik. Mikrotonale Intervalle, deren Pulsieren sich langsam, kaum merklich in vielen Schichten übereinander verschob... Immer wieder unterbrochen von heftigen Erruptionen, die den Träumer nicht ins Irgendwo abtauchen liessen. Man wurde von den dynamischen Klangeinsätzen immer wieder in den Raum des Leeren Beutels zurück geschleudert.
Bei solcher Musik gibt es kein Entrinnen. Jeden Moment kann die Welt unter gehen oder es könnten auch ausserirdische Raumschiffe im Konzertraum auftauchen. Beides möchte man nicht gerne versäumen und deshalb hört man lieber zu. Manche der Klänge erinnern an etwas. Aber es fehlt definitiv die Zeit, sich konkret zu erinnern. Rasch gehts voran. Und plötzlich ist alles aus. Das Konzert, Musica Prima und der Einblick ins Chaos. Das Chaos ist eine Klangfülle, die erst zu einem winzigen Bruchteil entdeckt und bereist wurde. Georg Janker und Gunnar Geisse brachten uns Zuhörer einen Schritt näher an diese Welt voller Überraschungen. Da stehen wir nun und fragen uns: wo gibts mehr?